Trauma und Traumabewältigung

Trauma und Traumabewältigung

Manche Erfahrungen liegen lange zurück – und wirken trotzdem bis heute.

Ein Trauma kann entstehen, wenn ein Mensch etwas erlebt, das seine Fähigkeit, damit umzugehen, übersteigt. Das können einzelne überwältigende Ereignisse sein, wie etwa Unfälle oder Todesfälle, aber auch wiederholte oder lang andauernde Erfahrungen wie Gewalt, Vernachlässigung, Missbrauch, Mobbing, Ausgrenzung oder belastende Beziehungen.

Nicht jedes belastende Erlebnis wird zu einem Trauma. Und manchmal wird erst viel später deutlich, dass bestimmte Reaktionen, Gefühle oder Beziehungsmuster mit früheren Erfahrungen zusammenhängen.

Traumatische Erfahrungen können sich ganz unterschiedlich zeigen: in Ängsten, innerer Unruhe, Rückzug, Überforderung, Schlafproblemen, Schwierigkeiten mit Nähe und Vertrauen oder dem Gefühl, ständig auf der Hut sein zu müssen. Manche Menschen fühlen sich emotional wie abgeschnitten oder funktionieren lange Zeit einfach weiter.

In der Therapie

Traumatherapie bedeutet für mich nicht, möglichst schnell in die Vergangenheit zurückzugehen. Sicherheit und Stabilisierung stehen zunächst im Vordergrund.

Gemeinsam schauen wir, was Ihnen heute hilft, sich sicherer zu fühlen, eigene Grenzen wahrzunehmen und wieder mehr Einfluss auf das eigene Leben zu gewinnen. Wenn es sinnvoll und für Sie stimmig ist, können belastende Erfahrungen später behutsam bearbeitet und in die eigene Lebensgeschichte integriert werden.

Dabei bestimmen Sie das Tempo. Ich habe Ausbildungen in zwei traumatherapeutischen Methoden: EMDR und PITT (Psychodynamisch Integrative Traumatherapie).

Es geht nicht darum, das Erlebte ungeschehen zu machen. Es geht darum, dass die Vergangenheit weniger Macht über die Gegenwart hat – und wieder mehr Raum für das eigene Leben entstehen kann.